Anreise nach Schweden

„Viele Wege führen nach Rom…“ heißt es, und auch viele Wege führen nach Schweden. Es kommt immer darauf an von wo man kommt und wo man hin will.

Mit dem Flugzeug

Schweden ist per Flugzeug schnell und gut zu erreichen. Auf den großen Flughäfen steigt man um, Dank zahlreicher mittlerer und kleiner Flughäfen, kommt man über Inlandflüge quasi überall hin. Rechtzeitig buchen, so spart man Geld. Taxen findet man immer, Mietwagen besser über das Internet vorbestellen.

Mit der Bahn

Mit der Bahn kann man sehr entspannt mit wenig Gepäck einreisen, wobei der Zug ohne Umsteigen über die Brücke fährt. Innerhalb von Schweden ist die Zugverbindung gut ausgebaut. Am besten bestellt man über das Internet vor und bezahlen geht nur per Konto- oder Kreditkarte.

Mit dem Fernbus

Momentan der billigste Anbieter für Rucksacktouristen, man kauft eine Fernreise für kleines Geld nach Stockholm und kann von da aus das ganze Land bereisen. Es gibt viele verschiedene Überlandbusse, fast überall vertreten ist „Y-Buss“. Auch hier gilt: über das Internet vorbestellen und mit Konto- oder Kreditkarte bezahlen.

Mit dem Auto

Die „Oeresund-Brücke“ von Kopenhagen nach Malmö ist die bessere Wahl, wenn man mit Wohnmobil oder Karavan unterwegs ist, bzw. Hund oder Katze dabei hat. Außerdem gibt es mehrere Autofähren von Deutschland und von Dänemark nach Schweden. Wer aus dem Osten oder Berlin anreist, für den ist die Fähre Rostock – Trelleborg günstig gelegen. Wer hingegen aus Hamburg oder Schleswig-Holstein anreist, für den lohnt mehr die Brücke, die Fähre Helsingor – Helsingborg oder die Fähre Kiel – Göteborg. Kommt ja auch darauf an, wo es in Schweden hingehen soll, ob man die E45 im Westen von Göteborg nach Dalarna, die E4 querdurch von Helsingborg nach Stockholm (Haparanda) oder die E22 entlang der Ostküste von Malmö nach Stockholm fahren möchte.

Das Fahren selber ist in Schweden sehr angenehm – entspannt und stressfrei, bis auf in Großstädten natürlich.

Konkrete Fragen? Beantworte ich gerne, meldet euch.

15 Tipps für Urlauber oder Auswanderer für den Aufenthalt in Schweden

Auswandern

Da sich ungeahnte Probleme beim Auswandern von alleine einstellen, hier eine Checkliste, was man…

Wohnen und arbeiten in Schweden

Eigentlich gar kein Problem, als EU-Mitbürger darf man innerhalb der EU wohnen und arbeiten, wo man will. Man benötigt keinerlei Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis! Um „Schwede“ zu werden, muss man 5 Jahre in Schweden gewohnt und sozialpflichtig gearbeitet haben, erst dann kann man die schwedische Staatsbürgerschaft beantragen. Das ist freiwillig, man kann, wenn man will, immer „Deutscher“ bleiben. Das ist also eine Frage, die sich erst später stellt. Da sich ungeahnte Probleme beim Auswandern von alleine einstellen, hier eine Checkliste, was man vor der Abreise mindestens erledigen sollte.

Checkliste der wichtigsten Dinge, an die man denken soll

  • Neuer EU-Reisepass (wichtig für Bankkonto, Einwohnermeldeamt, usw.)
  • Geburtsurkunde der Kinder, die noch keinen eigenen Reisepass haben
  • Heiratsurkunde
  • Urkunden über Abitur, Gesellenbriefe oder andere beruflichen Qualifikationen im Original (zusätzliche beglaubigte, schwedische Abschrift bringt Vorteile)
  • Schriftliche Bankauskunft über vorhandene Geldreserven
  • Zweitwohnsitz bei Verwandten oder Freunden anmelden (nur zur Sicherheit, kann nützlich sein)
  • etwas Schwedisch sollte man können (mit guten Grundkenntnisse in Englisch kommt man für den Anfang klar, aber langfristig muss man natürlich Schwedisch lernen)
  • Hund und Katze benötigen gültigen Impfschutz und müssen gechipt sein (die Einfuhr von Nutztieren, wie z.B. Pferden, ist umfangreicher, das erkläre ich gesondert)
  • Kleintiere wie Maus, Meerschweinchen und Kaninchen können problemlos einreisen
  • Packen Sie sinnvoll! Der Transport von Möbeln ist oft teurer als eine Neuanschaffung. Die Küchen sind meist voll eingerichtet und es gibt gute Second-Hand-Läden, die Tisch, Stuhl, Sofa, usw. günstig anbieten.
  • Nicht gleich alle Brücken nach Deutschland einreißen! Man weiß nicht, wie es laufen wird und sollte man, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich zurückmüssen, ist es doch besser noch offene Türen vorzufinden!

Seien Sie offen! Schweden ist ähnlich, aber dennoch eine andere Kultur. Sie erwarten, so wie wir auch, dass man sich in gewisser Weise anpasst und bei übliche Gepflogenheiten mitmacht. Aber Schweden ist ein schönes Land mit sehr netten und hilfsbereiten Menschen, da fällt es einen nicht schwer.

Konkrete Fragen? Beantworte ich gerne, meldet euch.

15 Tipps für Urlauber oder Auswanderer für den Aufenthalt in Schweden

Rasen mähen nach schwedischer Art

Häufig gestellte Fragen

Rasen mähen nach schwedischer Art

So kommt es, dass ein Schwede seinen privaten Rasen in Schutzausrüstung mäht…

Die Schweden sind ja sehr um Sicherheit bedacht, es gibt viele eindeutige Gesetze zum Schutz des Arbeitnehmers, die auch strikt eingehalten werden – ebenso privat.

So kommt es, dass ein Schwede seinen privaten Rasen ebenfalls in Schutzausrüstung mäht, kein Quatsch, wirklich wahr. So sieht man sie bewaffnet mit Schutzhose, Handschuhen und Schutzschuhen, was ja noch durchaus Sinn macht. Oft sieht man jedoch, dass sie zusätzlich mit Schutzbrille, Hörschutz, Schutzhelm und Reflexweste ausgerüstet sind. Sieht sehr ulkig aus, wenn man bedenkt, dass die Gefahr nicht sehr groß ist, in seinen eigenen Garten angefahren zu werden…, eben typisch schwedisch!

15 Tipps für Urlauber oder Auswanderer für den Aufenthalt in Schweden

15 Tipps für Urlauber oder Auswanderer für den Aufenthalt in Schweden

Bevor man ein privates Haus in Schweden betritt, zieht man sich die Schuhe aus….

Stau

Das Wort Stau gibt’s im schwedischen nicht. Die Schweden kennen keine Staus, man fährt defensiv und rücksichtsvoll. Es gibt eine Regel, die „Nollversion“, die sehr ernst genommen wird: „Jeder sollte sich im Straßenverkehr so verhalten, dass niemals einer deiner Freunde oder ein Familienmitglied verletzt oder getötet werden kann.“.

Fahrstil

Defensiv und rücksichtsvoll gegenüber Schwächeren = jeder Passant in der Nähe eines Zebrastreifens gilt es im Auge zu behalten – er hätte Vorfahrt! Dieses „schnell aufs Gas – da komm ich vorher noch dran vorbei“ ist typisch deutsch und kommt überhaupt nicht gut an.

Sprache

Ein paar Brocken schwedisch zu können, kann nicht schaden, allgemeine Redewendungen wie „Bitte“, „Danke“ oder „Ich komme aus Deutschland“. Die älteren Generationen hatten meist noch deutsch in der Schule und freuen sich, es mal wieder zu sprechen, können aber meist kein Englisch. Die jüngeren Generationen können englisch aber meist kein Deutsch. Geschrieben versteht man schwedisch ganz gut und einige deutsche Dialekte kommen dem sehr nahe, so dass man Bruchstücke verstehen kann.

Knöllchen und Bussgelder

In den ländlichen Regionen ist das Parken meist kostenlos. In Städten zieht man am Automaten „Biljetter“, die gut sichtbar von innen vor die Windschutzscheibe gelegt werden. Bezahlen geht fast nur mit Bankkarte. „Falsch Parken“ kostet ab 80 Euro aufwärts. Dazu zählt auch auf der gemalten Linie stehen, auf der falschen Seite oder 1 Minute über der Zeit. „Ohne Gurt“ kostet ca. 500 Euro, dieses Vergehen sehen sie sehr streng!

Danke!

Der Schwede bedankt sich für alles. Danke für das Essen, Danke für die Einladung, Danke für das letzte Mal (Besuch, Geschenk, Anruf etc.) Danke für die (Geburtstags-) Karte oder Danke für den Kaffee. „Tack för…“, man spricht es wie es geschrieben wird, sollte man sich angewöhnen.

Flaggentag

An den wichtigsten Feiertagen wird „geflaggt“, also man zieht die schwedische Nationalflagge am Fahnenmast hoch oder hängt die kleinere Version vor der Haustür auf. Das ist den Schweden sehr wichtig, zeigen Sie guten Willen und machen Sie mit. Eine kleine Flagge findet sich in jedem Ferienhaus. Flaggentage sind:

Neujahr; 28. Januar „Königs Namenstag“; 12. März „Kronprinzessinnen Geburtstag“; 30. April „Königs Geburtstag“; Karfreitag; beide Ostertage; 1. Mai „Tag der Arbeit“; Pfingstsonntag; 6. Juni „Nationaltag“; der Samstag nach dem 21. Juni „Mittsommer“; 8. August „Königin Namenstag“; 6. November „Königs Namenstag“; 23. Dezember „Königinnen Geburtstag“; 25. Dezember „Weihnachten“

Schuhe aus

Bevor man ein privates Haus in Schweden betritt, zieht man sich die Schuhe aus – ein absolutes Muss. Nur wenn der Gastgeber beim Ausziehen abwinkt, darf man sie anbehalten.

Tanken / Benzinkanister

Die meisten Tankstellen sind automatisiert und man kann nur mit Bankkarte bezahlen. Einige wenige haben Automaten, die schwedisches Bargeld nehmen, aber die sterben aus. Besonders auf der Autobahn zwischen Göteborg und Stockholm sind Tankstellen selten und automatisiert. Also: an Bankkarte oder Benzinkanister denken!!

Geld

Da die Nutzung von Kreditkarten (zu einem schwedischen Konto) gebührenfrei ist, bezahlt in Schweden fast keiner mehr bar (= „kontant“), selbst der Schokoriegel von der Tankstelle wird mit Karte (= „kort“) bezahlt. Deutsche Kreditkarten funktionieren, kosten aber beim deutschen Bankinstitut Gebühren. Geld wechseln geht nur zu sehr schlechten Kursen und bei Banken meist nur mit mehrtägiger Voranmeldung. Einfacher und billiger ist es, mit seiner deutschen Bankkarte einfach am Automaten schwedisches Geld zu abzuheben, sofern ihre Karte über das „Masterkard-symbol“ verfügt. (Welche Symbole nötig sind, steht an jedem Automaten dran!).

Essen

In Schweden wird mittags und abends warm gegessen. Sollten Sie in einem Restaurant oder Imbiss essen wollen, nehmen Sie ein „Meny“. Kostet etwas mehr, aber man kann sich meist das Tellergericht aus mehreren Alternativen aussuchen und es gehören immer ein Salatteller (Selbstbedienung an der „Saladbar“), ein einfaches Getränk (Wasser, Milch, Saft) und der Kaffee hinterher dazu. Den Kaffee darf man sich meist nachschenken und oft gibt es auch beim Hauptgang einen Nachschlag.

Laktose / Gluten

Unverträglichkeiten sind in Schweden an der Tagesordnung und es wird sehr darauf eingegangen. Sprechen Sie es einfach an – man hilft Ihnen gerne weiter. Gleiche Wörter und Aussprache wie im deutschen.

Einkaufen

Die meisten Supermärkte haben von 8.00 Uhr bis 22.00 jeden Tag geöffnet („Alla dagar 8 – 22“). Die Auswahl ist gut, die Qualität liegt zwischen normal und bio bei „normalen“ Dingen. Bioprodukte (= „EKO“) gibt es auch. Selbst einige deutsche Discounter sind vertreten, natürlich ist die Auswahl schwedischen Verhältnissen angepasst, wie z.B. Schokolade mit Lakritz oder salziges Popcorn. Süß und fettig, also ungesund, ist teurer, um die Schweden zu einer gesunderen Ernährung zu erziehen. Süßigkeiten gibt es traditionell für Kinder nur am Samstag.

Alkohol

Teuer und streng unter staatlicher Kontrolle. Außer Leichtbier kann man Bier, Wein und Spirituosen nur im „System Bolaget“ kaufen, Öffnungszeiten 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Kein Ausschank an Minderjährige wird sehr ernst genommen. Deutsches Bier ist ungefähr dreimal so teuer, Whiskey kostet locker das doppelte. Das „mitbringen für den eigenen Bedarf“ ist erlaubt!

Rauchen

In der Öffentlichkeit und auf Festen, wo Kinder anwesend sind, sollte man es nicht tun – brav dezent irgendwo bei Seite. Neben dem, wie in Deutschland üblichen, Nichtraucherschutz ist der Schutz der Kinder in Schweden sehr wichtig. Filterzigaretten gibt es im Supermarkt, im Tabakladen (= „Tobak“) oder an der Tankstelle zu kaufen – Drehtabak gar nicht (aber Blättchen (= „Zigarrettpapper“)). Die Masse der Schweden raucht nicht – sie „snusen“ lieber (Kautabak portioniert in kleinen Beuteln = „Snus“).

Gastgeschenke

Ein Gastgeschenk kommt immer gut an. Fragen Sie im Vorfeld, oft haben die Schweden spezielle Wünsche wie Schwarzbrot oder echter Schinken. Jede Hausfrau freut sich über einen Satz Kuchengabeln, die es hier nicht gibt. Sonst ist eine Flasche Whiskey immer eine gute Idee – wer sie nicht selber trinkt nimmt sie zum Tauschen oder als besonderes Geschenk für Freunde.

Konkrete Fragen? Beantworte ich gerne, meldet euch.

Häufig gestellte Fragen