Kreisverkehr

…wie die schwedische Gelassenheit uns Deutsche aus der Ruhe bringen kann…

 

Der Grundgedanke beim Kreisverkehr ist doch der, den Verkehrsfluss zu verbessern, möchte man meinen. Doch die Schweden sehen das anders:

In Schweden gibt es nur wenige Ampeln, sehr viele Kreuzungen sind mit Kreisverkehren versehen. Dennoch fahren sie nicht flüssig auf den Kreisel drauf zu, um, möglichst ohne anzuhalten, sich zügig in den fließenden Verkehr einzuordnen. Nein! Sie schleichen darauf zu, immer brems bereit. Dann halten sie an, selbst wenn weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen ist. Oft warten sie sogar ab, ob nicht doch noch ein anderer Verkehrsteilnehmer in die Nähe kommt. Es könnte genauso gut eine Ampel dort stehen, schneller oder gar flüssiger geht es jedenfalls mit dem Kreisel nicht.

Zur Verteidigung sei angemerkt, dass Schweden eine sehr niedrige Verkehrstotequote aufweist und die „Nullversion“ (bloß niemanden gefährden) sitzt tief in ihrem Wesen verankert. Es vermittelt eine Sicherheit, die das Autofahren zu einem sehr angenehmen und entspannten Erlebnis macht.

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Rasen mähen nach schwedischer Art

So kommt es, dass ein Schwede seinen privaten Rasen in Schutzausrüstung mäht…

Die Schweden sind ja sehr um Sicherheit bedacht, es gibt viele eindeutige Gesetze zum Schutz des Arbeitnehmers, die auch strikt eingehalten werden – ebenso privat.

So kommt es, dass ein Schwede seinen privaten Rasen ebenfalls in Schutzausrüstung mäht, kein Quatsch, wirklich wahr. So sieht man sie bewaffnet mit Schutzhose, Handschuhen und Schutzschuhen, was ja noch durchaus Sinn macht. Oft sieht man jedoch, dass sie zusätzlich mit Schutzbrille, Hörschutz, Schutzhelm und Reflexweste ausgerüstet sind. Sieht sehr ulkig aus, wenn man bedenkt, dass die Gefahr nicht sehr groß ist, in seinen eigenen Garten angefahren zu werden…, eben typisch schwedisch!

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