Sein Auto in Schweden zulassen

Man ruft beim Straßenverkehrsamt an– fertig!

Ein schwedisches Auto in Schweden umzumelden, zuzulassen oder abzumelden ist so herrlich unkompliziert, dass es richtig Spaß macht! Nicht wie in Deutschland, wo man in den Städten oft Stunden in der Warteschlange verbringt, lossausen muss, um die neuen Schilder zu kaufen, um sich dann erneut anzustellen… sowas geht auch ganz anders:

Ummelden

Das gelbe Blatt vom Fahrzeugschein wird von beiden, Verkäufer und Käufer, ausgefüllt, unterschrieben und per Post zum Straßenverkehrsamt (Trafikverket) geschickt – fertig! Der neue Fahrzeugschein kommt per Post, zusammen mit der Rechnung über die Gebühr (5 Euro!).

An- oder Abmelden

Schwedische Autos bekommen ihr Nummernschild bei der Erstzulassung und behalten es bis zum Verschrotten. Daher braucht man beim An- oder Abmelden kein Fahrzeug vorführen oder neue Nummernschilder anschaffen. Man ruft beim Straßenverkehrsamt (Trafikverket) an, gibt das Nummernschild und seine Personennummer an – fertig! Keinerlei Papierkrieg und kostenlos ist es auch noch. Hat das Auto keinen TÜV mehr, hat man nun 6 Wochen Zeit es vorzustellen.

Fahrzeugversicherung

Selbstverständlich muss jedes Auto auf schwedens Straßen versichert sein. Kümmert man sich nicht selbst drum, wird es zwangsversichert vom Straßenverkehrsamt, diese Versicherung ist etwas teurer als die anderen. Aber es geht so leicht: man loggt sich über das Internet bei der Versicherung seiner Wahl ein, gibt Nummernschild und Personennummer ein – fertig! Ab sofort ist das Fahrzeug versichert, die Papiere und Rechnung kommen dann ein paar Tage später mit der Post. Auf unfallfreie Jahre erhält man einen Rabatt und man kann zwischen reiner Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko wählen.

Ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug ummelden

Jetzt wird es umfangreicher und komplizierter und es kostet Zeit und Geld. Zuerst muss das Auto zum schwedischen TÜV, danach beantragt man die Ummeldung. Dabei erhält man vorläufige Papiere und auch das schwedische Kennzeichen (die Schilder muss man dann kaufen), da man die alten Schilder (und Papiere) abgeben muss. Nun setzt sich das schwedische Straßenverkehrsamt mit dem ausländischen in Verbindung und überprüft alle Angaben. Das kann dauern, aber letztendlich bekommt man dann seine schwedischen Fahrzeugpapiere per Post.

Habt ihr Fragen? Meldet euch gerne…

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Kreisverkehr

…wie die schwedische Gelassenheit uns Deutsche aus der Ruhe bringen kann…

 

Der Grundgedanke beim Kreisverkehr ist doch der, den Verkehrsfluss zu verbessern, möchte man meinen. Doch die Schweden sehen das anders:

In Schweden gibt es nur wenige Ampeln, sehr viele Kreuzungen sind mit Kreisverkehren versehen. Dennoch fahren sie nicht flüssig auf den Kreisel drauf zu, um, möglichst ohne anzuhalten, sich zügig in den fließenden Verkehr einzuordnen. Nein! Sie schleichen darauf zu, immer brems bereit. Dann halten sie an, selbst wenn weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen ist. Oft warten sie sogar ab, ob nicht doch noch ein anderer Verkehrsteilnehmer in die Nähe kommt. Es könnte genauso gut eine Ampel dort stehen, schneller oder gar flüssiger geht es jedenfalls mit dem Kreisel nicht.

Zur Verteidigung sei angemerkt, dass Schweden eine sehr niedrige Verkehrstotequote aufweist und die „Nullversion“ (bloß niemanden gefährden) sitzt tief in ihrem Wesen verankert. Es vermittelt eine Sicherheit, die das Autofahren zu einem sehr angenehmen und entspannten Erlebnis macht.

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Anreise nach Schweden

„Viele Wege führen nach Rom…“ heißt es, und auch viele Wege führen nach Schweden. Es kommt immer darauf an von wo man kommt und wo man hin will.

Mit dem Flugzeug

Schweden ist per Flugzeug schnell und gut zu erreichen. Auf den großen Flughäfen steigt man um, Dank zahlreicher mittlerer und kleiner Flughäfen, kommt man über Inlandflüge quasi überall hin. Rechtzeitig buchen, so spart man Geld. Taxen findet man immer, Mietwagen besser über das Internet vorbestellen.

Mit der Bahn

Mit der Bahn kann man sehr entspannt mit wenig Gepäck einreisen, wobei der Zug ohne Umsteigen über die Brücke fährt. Innerhalb von Schweden ist die Zugverbindung gut ausgebaut. Am besten bestellt man über das Internet vor und bezahlen geht nur per Konto- oder Kreditkarte.

Mit dem Fernbus

Momentan der billigste Anbieter für Rucksacktouristen, man kauft eine Fernreise für kleines Geld nach Stockholm und kann von da aus das ganze Land bereisen. Es gibt viele verschiedene Überlandbusse, fast überall vertreten ist „Y-Buss“. Auch hier gilt: über das Internet vorbestellen und mit Konto- oder Kreditkarte bezahlen.

Mit dem Auto

Die „Oeresund-Brücke“ von Kopenhagen nach Malmö ist die bessere Wahl, wenn man mit Wohnmobil oder Karavan unterwegs ist, bzw. Hund oder Katze dabei hat. Außerdem gibt es mehrere Autofähren von Deutschland und von Dänemark nach Schweden. Wer aus dem Osten oder Berlin anreist, für den ist die Fähre Rostock – Trelleborg günstig gelegen. Wer hingegen aus Hamburg oder Schleswig-Holstein anreist, für den lohnt mehr die Brücke, die Fähre Helsingor – Helsingborg oder die Fähre Kiel – Göteborg. Kommt ja auch darauf an, wo es in Schweden hingehen soll, ob man die E45 im Westen von Göteborg nach Dalarna, die E4 querdurch von Helsingborg nach Stockholm (Haparanda) oder die E22 entlang der Ostküste von Malmö nach Stockholm fahren möchte.

Das Fahren selber ist in Schweden sehr angenehm – entspannt und stressfrei, bis auf in Großstädten natürlich.

Konkrete Fragen? Beantworte ich gerne, meldet euch.

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